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Colitis ulcerosa / Morbus Crohn


Colitis ulcerosa ist wie auch der Morbus Crohn eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Der Morbus Crohn befällt bevorzugt den Dünndarm, die Colitis ulcerosa vorwiegend den Dickdarm. Entzündliche Veränderungen können auch an anderen Organen wie Haut, Augen oder Gelenken entstehen. Beide Erkrankungen verlaufen in Schüben. Häufige Beschwerden sind Bauchschmerzen, Durchfälle und schleimig-blutiger Stuhlgang, evtl. begleitet von Fieber und Abgeschlagenheit. Bei längerem und schwerem Krankheitsverlauf kann besonders bei Morbus Crohn die Nahrungsaufnahme gestört sein, was zu Mangelzuständen und zur Gewichtsabnahme führt. Die genaue Ursache beider Krankheiten ist unbekannt. Falsche Ernährungsgewohnheiten und seelische Belastungen können einen Krankheitsschub auslösen oder verstärken, sind aber nicht die eigentliche Ursache für die Darmentzündung.

Nach welchen Richtlinien sollte man sich ernähren?

Ernährung im Akutstadium:

Im Akutstadium ist eine normale Nahrungsaufnahme meist nicht möglich. Die Nährstoffe müssen dann über Infusionen oder in Form einer "Astronautenkost" zugeführt werden.

Ernährung im chronischen Stadium:

Hier ist eine "leichte Vollkost" = gastroenterologische Basisdiät empfehlenswert. Dies bedeutet im Vergleich zur Normalkost, daß man alle Nahrungsmittel und Speisen meiden sollte, die zu Darmunverträglichkeiten führen. Eventuell sollte ein schrittweiser Kostaufbau erfolgen, um diese Unverträglichkeiten aufzuspüren. 

Weiter sollte beachtet werden:

Die tägliche Nahrungsaufnahme wird am besten auf 5 bis 6 kleinere Mahlzeiten verteilt. Außerdem sollte man Speisen und Getränke weder zu heiß noch zu kalt zu sich nehmen. Eine ausgewogene Zusammensetzung der Nahrung ist wichtig, dies gilt besonders für die reichliche Zufuhr von Eiweiß. Wichtige Eiweißspender sind Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Sehr wichtig ist außerdem die Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen. Fette sollten ausreichend, aber nicht übermäßig verwendet werden. Außerdem sollte man wegen der oft verminderten Nahrungsnutzung und der damit verbundenen Gefahr der Mangelernährung auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten.

Was man sonst noch wissen und beachten sollte:

Medikamente: Im Akutstadium und häufig auch danach müssen Medikamente eingenommen werden. Manchmal sind chirurgische Eingriffe erforderlich (z. B. bei Darmverengungen) In bestimmten Fällen kann eine psychotherapeutische Behandlung hilfreich sein.