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Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi


Magen und Darm sind mit einer schützenden Schleimhaut ausgekleidet, die der Verdauung der Nahrung und der Aufnahme von Nahrungsbestandteilen dient. Geschwüre können entstehen, wenn das Gleichgewicht zwischen Säurebildung und Schutzfilm der Schleimhaut gestört ist oder wenn bestimmte Bakterien (Helicobacter) eine Entzündung hervorrufen. Auch bei Magenentleerungsstörungen, Rückfluß von Galle in den Magen, Zigarettenrauchen, seelischen Belastungen und bestimmten Medikamenten (z. B. Schmerzmittel, Rheumamittel) kommt es gehäuft zu Geschwüren des Magens und Zwölffingerdarms. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Druck- und Völlegefühl im Oberbauch.

Nach welchen Richtlinien sollte man sich ernähren?

Eine "leichte Vollkost" = gastroenterologische Basisdiät ist empfehlenswert. Dies bedeutet im Vergleich zur Normalkost, daß man alle Nahrungsmittel und Speisen meiden sollte, die zu Beschwerden führen. Eventuell sollte ein schrittweiser Kostaufbau erfolgen, um Unverträglichkeiten aufzuspüren. 

Weiter sollte man beachten:

Verteilung der täglichen Nahrungsmenge auf 5 bis 6 kleinere Mahlzeiten. Speisen und Getränke sollten weder heiß noch kalt zu sich genommen werden. Größeren Flüssigkeitsmengen sollten nicht auf einmal getrunken werden. Auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Nahrung ist besonders zu achten. Kaffee, Gewürze, aber auch Milch regen die Magensäureproduktion an, daher sollten diese und ähnliche Produkte im akuten Stadium eines Ulcus gemieden werden.

Was sollten Sie sonst noch wissen und beachten?

In den meisten Fällen ist zusätzlich eine medikamentöse Behandlung erforderlich. In der Regel werden säurehemmende Medikamente, eventuell zusammen mit bakterienabtötenden Medikamenten, gegeben. Das Rauchen sollte eingestellt und Streß vermieden werden. Statt dessen sollte man regelmäßige Entspannungsphasen(z. B. Yoga, autogenes Training) im Tagesablauf vorsehen.

Bestimmte Medikamente können Schleimhautentzündungen bzw. Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm verschlimmern oder sogar auslösen, daher sollte vor der Einnahme von Medikamenten, auch von nichtrezeptpflichtigen, immer der behandelnde Arzt gefragt werden.