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Verstopfung (chronische)


Unter Verstopfung versteht man eine übermäßig lange Verweildauer des Stuhls im Darm, verbunden mit seltenen, oft erschwerten Stuhlentleerungen (seltener als alle 2 bis 3 Tage). Die Stuhlmenge ist meist klein, der Stuhl ist trocken und hart. Als typische Beschwerden treten Bauchschmerzen, Druck- und Völlegefühl und Blähungen auf.

Häufigste Ursache sind Mißbrauch von Abführmitteln, eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel und Unterdrückung des Darmentleerungsreizes (Füllung des Magens mit Nahrung regt die Stuhlentleerung an). Organische Ursachen wie z. B. Darmverengung oder Darmlähmungen sind eher selten. Dennoch ist in jedem Fall eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt nötig. Manchmal liegt eine "Pseudoverstopfung" = eingebildete Verstopfung vor. Es ist nämlich nicht erforderlich, jeden Tag oder sogar mehrmals täglich Stuhlgang zu haben. Eine Stuhlentleerung jeden 2. oder 3. Tag ohne Beschwerden ist durchaus als normal anzusehen.

Nach welchen Richtlinien sollte man sich ernähren?

Die wichtigsten Maßnahmen sind eine ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Ballaststoffe sind pflanzlicher Herkunft und besitzen die Eigenschaft, relativ unverändert vom Verdauungsprozeß in den Dickdarm zu gelangen. Dort quellen sie auf und regen dadurch die Darmtätigkeit an.

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel: Ballaststoffe finden sich vor allem in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, Leinsamenschrot und Weizenkleie. Die zusätzliche Einnahme von Weizenkleie (ca. 20 bis 60 g pro Tag) kann sinnvoll sein.

Sauermilchprodukte: Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Buttermilch und Dickmilch regen ebenfalls die Darmtätigkeit an und sollten daher täglich in Ihrem Speiseplan enthalten sein.

Trinken: Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind Ballaststoffe nutzlos. Deshalb muß unbedingt eine Trinkmenge von 2 bis 2,5 Liter pro Tag sichergestellt sein.

Verteilung der Mahlzeiten: Als günstig erweist sich ferner, wenn die tägliche Nahrungsaufnahme auf etwa 5 kleinere Mahlzeiten verteilt wird. Selbstverständlich sollte damit nicht die Gesamtnahrungsmenge überschritten werden.

Was sollten Sie noch wissen und beachten?

Körperliche Bewegung stimuliert die Darmtätigkeit, daher sollte Bewegungsmangel vermieden und gleichzeitig die körperliche Aktivität durch regelmäßigen Sport und durch mehr Bewegung im Alltag erhöht werden. Die tägliche Stuhlentleerung, möglichst immer zur gleichen Tageszeit, sollte in den Tagesablauf eingeplant werden. Zeitdruck ist dabei möglichst zu vermeiden.Abführmittel sollten prinzipiell gemieden werden! Die häufige Einnahme von Abführmitteln schädigt auf Dauer Darm, Wasser- und Spurenelementhaushalt des Körpers.