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Die anabole Diät

Die anabole Diät


Datum: 2017-11-23 | Kategorie: Abnehmen mit Diäten > Diäten, Basisinformationen

Die anabole Diät kommt aus dem Bodybuilding. Der Begriff "anabol" steht in diesem Zusammenhang für "muskelaufbauend". Gleichzeitig wird dabei der Anteil an Fettgewebe reduziert, was insgesamt zu einem Gewichtsverlust führt.

Prinzip der anabolen Diät

Die anabole Diät kommt zwar aus dem Bodybuilding, hat aber nichts mit Anabolika oder anabolen Steroiden zu tun. Der Begriff "anabol" bedeutet allgemein ganz einfach "aufbauend" bzw. im Zusammenhang mit der anabolen Diät eben "muskelaufbauend". 

Wissenschaftlich betrachtet ist Muskelaufbau ein Prozess bei dem die Muskelzellen im menschlichen Körper mehr Stickstoff einlagern, als sie für den Stoffwechsel zur Verfügung stellen. In einer Diät wäre ein solcher Muskelaufbau sehr wünschenswert. Leider befindet sich der Körper in der Regel während einer Diät jedoch im gegenteiligen Zustand  - "katabol" genannt - bei dem auch die Muskelmasse zur Energiegewinnung herangezogen wird.

Anabole Ernährung

Mit Hilfe der anabolen Diät wird versucht, den Körper in den oben beschriebenen anabolen bzw. muskelaufbauenden Zustand zu versetzen. Dies geschieht durch eine Umstellung der Ernährung auf kohlenhydratarme (Low-Carb), fett- und proteinreiche Kost, gekoppelt mit einem intensivem Krafttraining. Darüber hinaus wird das Prinzip der Atkins-Diät angewandt, in dem versucht wird, den Körper in einem ketogenen Zustand zu zwingen, im dem das Körperfett als Energiequelle herangezogen wird.

Vergleich anabole Diät und Atkins Diät

Im Grunde ist die anabole Diät also eine weitere Abwandlung der Atkins Diät. Der eigentliche Unterschied in den Ernährungsweisen bei anaboler Diät und Atkins Diät besteht in den so genannten Refeed-Tagen (re = zurück; feed = füttern). An diesen Tagen können und sollen vorrangig Kohlenhydrate verzehrt werden, um einen Gewöhnungseffekt und einen Hungerstoffwechsel zu verhindern.

Umsetzung der anabolen Diät

In der Praxis erweist sich die anabole Diät genauso wie die Atkins Diät als komplette Ernährungsumstellung. Den ganzen Tag über werden ausschließlich Fette und Eiweiß verzehrt. Auf Kohlenhydrate soll gänzlich verzichtet werden, um den Zustand der Ketose schnellstmöglich zu erreichen. Dieser Zustand stellt sich je nach Person innerhalb von ca. 5 Tagen ein. Ein starke Gewichtsabnahme entsteht in der ersten Woche vor allem durch den Wasserverlust. Die restlichen Kohlenhydrate die noch im Körper befinden, werden nach und nach verbraucht.

Die Refeed-Tage finden einmal wöchentlich - vorzugsweise am Wochenende - statt und dauern genau einen Tag. An diesen Tag soll auf Fett weitestgehend verzichtet werden, dagegen besteht die Nahrung aus einem sehr großen Anteil komplexer und einfacher Kohlenhydrate. Der Körper wird also aus dem ketogenen Zustand herausgenommen und der Energiestoffwechsel erfolgt wie gewohnt zum größten Teil aus Kohlenhydraten. Nach dem Refeed-Tag stellt man die Ernährung wieder auf kohlenhydratarme Kost um, um den Körper wieder in den Zustand der Ketose zu versetzen.

Krafttraining als wichtiger Bestandteil

Wichtiger Bestandteil dieser Diät ist ein intensives Krafttraining. Dieses findet 2 bis 3-mal in der Woche statt und der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf Grundübungen mit vielen Wiederholungen und kurzen Pausen zwischen Sätzen. Die kurzen Pausen und langen Sätze erhöhen die Intensität des Trainingsprogramms und sorgen für einen ausreichenden Wachstumsreiz in der Muskulatur.

Bewertung der anabolen Diät

Die anabole Diät zählt zu den Low-Carb-Diäten. Ein Pluspunkt gegenüber anderen ähnlicher Diäten, wie etwa der Atkins Diät, ist die zusätzliche Einbindung der sportlichen Aktivität. Trotzdem gelten auch hier die gleichen Kritikpunkte wie bei alle Low-Carb-Diäten: Unter Ernährungswissenschaftler gilt eine ausschließliche Ernährung mit Fetten und Eiweißen als nicht ausgewogen und auf Dauer sogar als gesundheitsschädlich. Die Ernährungsumstellung im Rahmen der anabolen Diät gestaltet sich in der Regel schwierig. Zudem besteht die Gefahr eines Jo-Jo-Effekts, wenn wieder auf eine herkömmliche Ernährung umgestellt wird und die Essgewohnheiten nicht angepasst werden. Für den "normalen Hausgebrauch" ist die Diät daher nur bedingt zu empfehlen.