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Sind die Preise im Bereich Plastischen Chirurgie utopisch?

Sind die Preise im Bereich Plastischen Chirurgie utopisch?


Datum: 2018-09-11 | Kategorie: Abnehmen mit Medizin OP > Allgemeine Informationen

Wer kennt das nicht: man wird die ungeliebten Fettpölsterchen einfach nicht mehr los, und trotz Sport und gesunder, ausgewogener Ernährung ist die Wunschfigur bislang nur ein Traum. Eine Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, kann hier Abhilfe schaffen.

Diese und andere Korrekturen im Gesicht und am Körper können mithilfe fachkundig ausgeführter Schönheitsoperationen umgesetzt werden.

Eine repräsentative Umfrage der „Bildwoche“ ergab, dass nahezu jeder vierte Deutsche etwas an sich verändern lassen würde. Spitzenreiter bei der Frage, welche Körperpartie verschönert werden sollte: Bauch und Oberschenkel mittels Fettabsaugung.

Obwohl der Markt boomt und jährlich allein in Deutschland zirka 400.000 Patienten plastische Korrekturen jeglicher Art an sich vornehmen lassen, kommt doch immer wieder die Frage auf:

Weshalb sind Schönheitsoperationen, gerade in Deutschland, oft so teuer und für viele somit unerschwinglich?

Das Studium im medizinischen Bereich dauert in der Regel zwölf Semester, sprich sechs Jahre. Doch damit ist es noch lange nicht getan: wer sich auf einen Fachbereich spezialisieren möchte, wie zum Beispiel die Plastische Chirurgie, muss im Anschluss an das Ärztestudium eine Fortbildung zum Facharzt für Chirurgie absolvieren. Dies dauert in der Regel noch einmal vier bis sechs Jahre.

Soll heißen: eine gute Ausbildung im medizinischen Bereich ist in der Regel sehr teuer und zeitaufwändig. Sobald ein angehender Mediziner seine Zulassung in der Tasche hat, heißt das noch lange nicht, dass er auch sofort beginnen kann, zu praktizieren. Denn gerade im Bereich der Plastischen Chirurgie ist es oft so, dass die Selbstständigkeit gegenüber dem Angestelltenverhältnis (beispielsweise in einem Krankenhaus), auf Dauer sinnvoller ist. Die Eröffnung einer Praxis, einhergehend mit der Beschaffung der teuren Arbeitsmittel – und Gerätschaften, ist ebenfalls sehr kostspielig und nicht für jeden angehenden Schönheitschirurg realisierbar.

So kommt es, dass aufgrund der mittlerweile in Deutschland zunehmend verschlechterten Arbeitsbedingungen für Mediziner, vor allem in Bezug auf Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden und Honorare (siehe hierzu auch einen aktuellen Bericht der taz: Streit um Ärztehonorare), junge und auch alteingesessene Ärzte ins Ausland gehen, um dort zu praktizieren.

Demnach bleiben mittlerweile jede Menge Arztstellen unbesetzt. Auch auf der Website der große Ärzte-Community kann man neben dem Austausch unter den Kollegen feststellen, dass es viele Stellenangebote für Ärzte gibt.

Der aktuelle Fachärztemangel in Deutschland ist nicht zwingend in Zusammenhang mit der Hochpreisigkeit von Schönheitsoperationen zu bringen; langfristig gesehen ist jedoch auch im Bereich der Plastischen Chirurgie ein Weggang qualifizierter und talentierter Ärzte absehbar, sollte sich an den bereits oben erwähnten Arbeitsbedingungen im medizinischen Bereich so bald nichts ändern.

Da bis auf wenige Ausnahmen, die eine medizinische Notwendigkeit darstellen, ästhetische Korrekturen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden, erscheinen die jeweiligen Preise, welche im Übrigen mitunter variieren, sehr hoch, da sie vollumfänglich allein getragen werden müssen.

Schönheitsoperationen sind und bleiben nämlich Eingriffe ohne medizinische Indikation.

Betrachtet man daher, wie teuer allein ein Krankenhausaufenthalt, beispielsweise aufgrund einer Blinddarm-Operation, sein kann, erscheinen die Preise für plastische Eingriffe schon eher gerechtfertigt -was jedoch nicht heißen soll, dass diese absolut erschwinglich wären.Für viele Patienten bedeutet ein erfolgreicher Eingriff mit verschönerndem Endergebnis eine deutliche Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls –und Bewusstseins –diese Werte sind ohnehin unbezahlbar…